Anschlüsse
Die grundlegenden Komponenten wären damit geklärt, aber die
einzelnen Teile müssen ja noch irgendwie verbunden wären.
Hierzu gibt es grundlegend 3 verschieden Typen von Anschlüssen sowie
diverse Arten von Schläuchen, wobei die Schlauchwahl von der Wahl des
Anschluß-Typs abhängt.
Ein altes und einfaches System ist der sogenannte Tüllen-Anschluß.
Hier wird der Schlauch einfach über eine Tülle geschoben und
mit einem Kabelbinder oder einer Schlauchschelle fixiert. Grundsätzlich
kann man alle Typen von Schläuchen, wie PUR, PVC und Silikon verwenden,
jedoch erschweren einige besonders harte PUR-Varianten die Montage.
Plug&Cool oder Steckverbinder sind ein System aus der Drucklufttechnik,
wo der Schlauch einfach in den Schlauch eingesteckt wird. Sie erfordern
recht harte Schläuche, und sind daher für PVC und Silikon ungeeignet.
Zudem muß hier beachtet werden, dass der Schlauch sehr sorgsam und
gerade geschnitten muß, dass der Anschluß abdichten kann.
Ein besonderer Vertreter dieser Art ist der hochwertige Festo Anschluß,
den es in einer Vielzahl von verschiedenen Formen und Größen
gibt. Hier liegt zugleich der größte Vorteil dieser Technik:
Bei keiner anderen Anschluß-Art gibt es so viele verschiedene Varianten,
wie z.B. Y-Stücke für den Parallelbetrieb oder sogar 45°
Winkel zusätzlich zu den üblichen 90° Winkeln.
Zu guter letzt gibt es noch die Schraubanschlüsse. Hier wird der
Schlauch über den Anschluß gesteckt und mit einer Mutter fixiert.
Das System ist daher sehr sicher, zudem lässt sich jeder Typ von
Schlauch verwenden. Dieses System gilt als das mit der größten
Sicherheit, da der Schlauch stets sicher von der Überwurf-Mutter
gehalten wird. Hier kann weder beim Aufbau noch beim Betrieb viel falsch
gemacht werden, der Anschluß ist dicht und bleibt dicht.
Als gängige Gewinde für die Anschlüsse gibt es derzeit
1/4“ und 1/8“, wobei Letzteres immer seltener wird. Aus gutem
Grund, da der Innendurchmesser meist unter 6, zum Teil sogar nur bei 4mm
liegt, und daher hier eine potenzielle Durchflußbremse besteht.
Aus diesem Grund auch hat zum Beispiel die Firma Alphacool kürzlich
ihre Kühler komplett überarbeitet und bietet jetzt alle Modelle
mit 1/4“ an, um den Durchfluß nicht schon am Anschluß
einbrechen zu lassen.
Empfehlung:
Man legt also die Leistung einer Wasserkühlung nicht nur durch die
verwendeten Kühler, Pumpe und Radiator fest, sondern auch durch die
Wahl der Anschlüsse und der Art der Verschlauchung. Um ein System
also möglichst leistungsstark aufzubauen, sollte man möglichst
auf 1/8“ Anschlüsse verzichten, aber ebenso sparsam mit gewinkelten
Anschlüssen und Schlauchlänge umgehen. In einem Winkel wird
das Wasser nämlich z.T. unnötig abgebremst, zudem weisen gewinkelte
Anschlüsse oft Engstellen oder geringere Innendurchmesser als gerade
Anschlüsse auf.
Bei Plug&Cool Anschlüssen sollte man wissen, dass diese meist
als Innenquerschnitt einen Innensechskant aufweisen, der zwar z.T. die
Montage vereinfacht, jedoch auch die Strömung hindert.
Die Anschlüsse werden zusätzlich für verschiedene Schlauchdurchmesser
angeboten, wobei 6/4, 8/6 und 10/8 gängig sind (Außendurchmesser/Innendurchmesser).
Hier empfiehlt sich grundsätzlich die Wahl von 10/8, um den Durchfluß
möglichst wenig zu behindern.
Es gibt zwar, meist im Ausland, noch größere Schlauchdurchmesser,
jedoch sind diese hierzulande unüblich und bringen keine weitere
Leistungssteigerung, da hiesige Kühler auf die Verwendung von 10/8er
Schlauch und den hiesigen Pumpen-Dimensionen ausgelegt und optimiert sind.
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