Pumpen
Als drittes wichtiges Teil einer Wasserkühlung wäre die Pumpe
zu nennen. Hier unterscheidet man zwischen 230V Pumpen mit Netzanschluß
und 12V Pumpen, die man direkt am Netzteil des PCs anschließen kann.
Sie gibt es von vielen verschiedenen Herstellern und in unterschiedlichen
Leistungsklassen. Die Pumpe ist je nach System nicht so stark leistungsbestimmend
wie z.B. der Radiator oder der Kühler, jedoch sollte sie einen konstanten
und guten Durchfluß gewährleisten können. Die Förderhöhenangabe
der Pumpe ist hierbei bei den aktuellen Systemen am interessantesten,
da die aktuell sehr beliebten Düsenkühler mit ihrem vergleichsweise
hohen Widerstand eine eher kraftvolle Pumpe für die volle Leistung
benötigen, wie z.B. die AP900 oder im Besonderen die Laing DDC, welche
zusätzlich durch ihre geringe Größe hervorsticht.
Pumpen werden in der Regel entkoppelt, d.h. vom Gehäuse getrennt
und schwingend gelagert, verbaut. So ist gewährleistet, dass sich
ihre Vibrationen nicht auf das Gehäuse übertragen, und die Wasserkühlung
ihr volles Potenzial in Sachen Lautstärke ausspielen kann.
Die Vorteile der 230V Pumpen sind, dass man sie direkt an einer Steckdose
anschließen kann, was z.B. beim Befüllen des Systems hilfreich
ist, insofern man keinen Überbrückungs-Adapter oder ein zweites
Netzteil hat. Zudem sind sie fast überall und vergleichsweise günstig
zu haben.
Nachteil bei ihnen ist allerdings, bedingt durch den Anschluß,
das sogenannte 50Hz-Brummen, was manche Zeitgenossen als störendes
Geräusch empfinden.
12V-Pumpen, die direkt am Netzteil des PCs angeschlossen werden, weisen
dieses Brummen nicht auf. Zudem hat man hier den Vorteil, nicht vergessen
zu können die Pumpe einzuschalten, da sie automatisch mit dem ganzen
PC gestartet wird (was man bei 230V Pumpen sonst mit zusätzlich zu
kaufenden Relais machen muß). Sie sind oft genau auf die Bedürfnisse
einer Wasserkühlung abgestimmt (wie die Laing DDC) und meist nicht
so laut wie ihre 230V-Kollegen.
Die Laing DDC und die AP900 haben zudem noch den Vorteil einer sehr guten
Förderhöhe, die bei einer Wasserkühlung in einem höheren
Druck, der den hohen Widerstand der Kühler gut überwindet, resultiert.
Die Laing kommt zusätzlich dazu noch mit einem Tacho-Anschluß
daher, so dass man ein weiteres Sicherheits-Feature nutzen kann: Viele
Boards unterstützen z.B. eine Notabschaltung wenn kein Lüfter-Drehzahl-Signal
erkannt wird, genau dieses kann man bei der Laing nutzen. Sollte die Pumpe
nicht laufen, schaltet sich der PC automatisch ab.
Diese Pumpe hat außerdem als Vorteil, dass sie bedingt durch ihre
Größe und Montagemöglichkeiten besonders leicht im Gehäuse
zu verbauen und zu entkoppeln ist, ideal für Einsteiger. Mehr Leistung
als bei ihr findet man auch nicht, einzig in der Leistung steht sie der
AP900 nach.
All die bisher besprochenen Pumpentypen sind sogenannte Inline-Pumpen,
die außerhalb des Wassers betrieben werden. Als weiteren Clou gibt
es auch noch Tauchpumpen, die direkt in einem Wassergefäß betrieben
werden, wie die Alphacool Pumpstationen.
Hier ist die Pumpe direkt in der Kühlflüssigkeit eingetaucht
und wird so zusätzlich durch das umschließende Wasser gedämmt.
Außerdem hat man einen geringeren Montageaufwand, da man statt 2
Teilen (Pumpe und Ausgleichbehälter) nur eines montieren muß.
Empfehlung:
Für große Kreisläufe und solche mit restriktiven Kühlern,
wie z.B. Düsenkühlern, ist also eine Pumpe wie die Laing DDC
die erste Wahl, da sie mit ihrem Druck hier keine Probleme bekommt, noch
einen ordentlichen Durchfluß zu bewerkstelligen.
Für kleinere Kreisläufe oder solche mit einfacheren Kernkühlern
kann man auch guten Gewissens zu Pumpen wie der AP900 oder sogar einer
Pumpstation greifen, da diese entweder günstiger oder schön
einfach und schnell zu montieren sind.
Zusätzlich zu diesen Komponenten gibt es eine Vielzahl an nützlichem
Zubehör, die den Umgang mit der Wasserkühlung vereinfachen und
erleichtern.
Hier wäre der Ausgleichsbehälter an erster Stelle zu nennen,
da er eine entscheidende Rolle beim Langzeitbetrieb einer Wasserkühlung
einnimmt.
Schon beim Befüllen spart er wertvolle Zeit, da für die Pumpe
immer ein Wasservorrat zum Ansaugen bereit gestellt wird. Im Betrieb sichert
er diesen Vorrat an Kühlflüssigkeit, der wegen durch die Schläuche
diffundierender Flüssigkeit notwendig ist. Das heißt: Mit der
Zeit verflüchtigt sich ein Teil der Flüssigkeit, was normal
zu Luft oder einem Unterdruck im Kühlsystem führen würde.
Diesen Verlust gleicht der Ausgleichsbehälter, daher der Name, aus. |