Radiator
Als weiteres wichtiges und leistungsbestimmendes Bauteil wäre der
Wärmetauscher bzw. Radiator zu nennen.
Er kühlt die in den jeweiligen Kühlern erwärmte Kühlflüssigkeit
wieder ab, indem er die Wärme an die Umgebungsluft abgibt.
Radiatoren teilt man meist in 2 Gruppen auf, aktiv und passiv. Aktive
Radiatoren sind mit Lüftern bestückt, meist 120x120mm, und kühlen
so auf vergleichsweise kleiner Fläche, wobei sie meist direkt im
Gehäuse Platz finden. Passive Radiatoren benötigen keine Lüfter,
dafür aber wesentlich mehr Platz, weshalb sie meist nur extern verbaut
werden. Diese Radiatoren findet man entsprechend meist außen an
Gehäusewänden montiert oder freistehend im Raum. Man kann auch
beide Varianten zusammen in einem Kreislauf betreiben, und z.B. zum Transport
den externen Radiator mit leckfreien Schnelltrennkupplungen versehen (ähnliches
System wie bei einem Druckluft- oder Gartenschlauch).
Die aktiven Radiatoren werden meist nach Größe sortiert angeboten,
angefangen bei kleinen Modellen für einen 80mm Lüfter bis hin
zu den großen Modellen für 3 120mm Lüfter.
Verschiedene Größen, aktiv/passiv, schön und gut. Aber
was braucht man nun, um was zu kühlen?
Hier kann man mit ein paar Richtwerten arbeiten, je nach persönlichem
Geschmack und der gewünschten Lautstärke kann die Wahl leicht
davon abweichen.
Empfehlungen:
Um rein eine CPU zu kühlen, je nachdem auch zusätzlich der
Chipsatz, reicht ein Single-Radiator für einen 120mm Lüfter
oder für einen 80mm Lüfter. Der Radiator für einen 120mm
Lüfter hat dann hierbei natürlich mehr Reserve in betracht auf
Kühlleistung und Lautstärke wie der Radiator für einen
80mm Lüfter.
Will man zusätzlich eine Grafikkarte kühlen, sollte man einen
Dual-Radiator für 2 120mm Lüfter wählen. Dieser bietet
für die Kühlung von CPU, Chipsatz und Grafikkarte eine gute
Leistung, bei der man auch sehr leise Lüfter verwenden kann.
Für die Kühlung einer CPU mit großer Abwärme (Pentium
4 Prescott, Extreme Edition oder Athlon 64 FX, Clawhammer) und einer großen
Grafikkarte (z.B. X800/850, GeForce 6800 GT/Ultra) wäre der Einsatz
eines Triple-Radiators für 3 120mm Lüfter angebracht, um eine
leise Kühlung mit guten Temperaturen zu gewährleisten.
Kommt zu diesen Komponenten noch eine zweite Grafikkarte, wie bei Nvidia
SLI-Systemen, hinzu, so muß man meist noch einen Schritt weiter
gehen: Hier empfiehlt sich ein aktiv belüfteter Mora2 Pro Radiator
oder eine Kühlung mit 2 Triple-Radiatoren, um diese Abwärme
leise abführen zu können.
Für eine optimale Kühlleistung sollten zudem ein paar Dinge
beachtet werden:
Die Lüfter sollten möglichst genugend Raum zum ansaugen und
wegblasen der Luft haben. Das heißt, dass z.B. im Gehäuse nicht
unmittelbar unter dem Radiator Komponenten verbaut sind. Hier sollte als
Mindestmaß ein Abstand von 5, besser von ca. 10cm zur nächsten
größeren Hürde sein, wie z.B. einem CD-Laufwerk oder dem
Netzteil.
Für die Montage des Lüfters auf dem Radiator sollte man beachten,
dass die Lüfter stets mit den Stegen zum Radiator hin verbaut werden.
Die beste Kühlleistung erhält man, wenn man den Radiator mit
kühler Raumluft kühlt, und dafür die Lüfter zwischen
Gehäusewand und Radiator montiert (Stege Richtung Radiator!). Möchte
man das Geräusch der Lüfter gern weiter dämmen und das
Gehäuse durch die Lüfter auf dem Radiator mit kühlen, so
empfiehlt sich die Montage der Lüfter unter bzw. hinter dem Radiator
(liegende/stehende Montage des Radiators). Diese Variante kühlt das
Wasser durch die wärmere Gehäuseluft nicht so gut, kann dafür
aber in manchen Gehäusen eine leicht verbesserte Innentemperatur
erreichen.
Welche dieser 2 Varianten man schlussendlich wählt, sollte man nach
einem Vergleich der beiden entscheiden. Im Allgemeinen ist die zweite
Variante nur für sehr geräuschempfindliche Naturen von Interesse,
da man hier wertvolle Leistung verschenkt.
Um bei den passiven Radiatoren eine gute Kühlung zu gewährleisten,
muß man sehr sorgsam bei der Auswahl der Komponenten wie auch, und
vor allem, der Platzierung des Radiators sein. Um die Konvektion nicht
zu behindern, sollte an möglichst vielen Seiten Platz zum zirkulieren
der Luft sein. Das heißt, man sollte einen passiven Radiator möglichst
nicht unter einem Schreibtisch montieren oder den passiv gekühlten
PC von allen Seiten zustellen. Zusätzlich ist es wichtig, dass keine
weitere Hitzequelle (wie z.B. eine Heizung) direkt in der Nähe ist,
oder z.B. dass ein schwarzer passiver Radiator im direkten Sonnenlicht
steht.
Die Leistung dieser Radiatoren kann man in etwa auf dem Niveau eines
guten Dual- bzw. Triple-Radiators ansiedeln, wobei wie gesagt die äußeren
Umstände hier entscheidend sein können.
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